Kauf was Gscheit‘s!
Die Freunde des Wohlstands
eröffneten am letzten Einkaufssamstag in der Linzer Innenstadt die Jagd auf
skrupellose Billigeinkäufer.
Ausnahmsweise waren sich
einmal das Christkind, der Weihnachtsmann und sein Weihnachtself, der Krampus
und Rudolph the red-nosed reindeer einig: Gegen die Schnäppchenjäger und
Wirtschaftschädlinge muss unbedingt etwas getan werden. So haben sich alle verbündet
und mit den Linzer Freunden des Wohlstands solidarisch erklärt, um auf der
Linzer Landstraße für den Kauf von hochwertigen Marken- und Luxusartikeln
einzutreten.
|
|
„Wenn die Unternehmen
ihren Mitarbeitern schon ein ganzes Gehalt für Weihnachten schenken, dann
sollen sie es auch gleich in den Handel investieren. Der Durchschnitt gibt aber
nur etwas mehr als 300 Euro für Weihnachtsgeschenke aus und schädigt damit die
heimische Wirtschaft“, so der Weihnachtsmann, der bei der Kundgebung lautstark
darauf verwiesen hat, dass Weihnachten eben nichts für Armutschkerl und
Geizkrägen ist.
Die Freunde des Wohlstands
rücken die Schnäppchenjäger in die Nähe der Wirtschaftskriminalität und
fordern, dass das Weihnachtsgeld künftig nur zweckgebunden ausgezahlt werden sollte.
„Wer nicht nachweislich alles ausgibt, soll die Differenz an seinen Arbeitgeber
rückerstatten. Er gefährdet damit Arbeitsplätze und ist auch eine Schande für
seine Kinder, die nach Weihnachten in der Schule gemobbt werden, weil sie keine
Markenartikel tragen. Wir brauchen uns über die alarmierenden Pisa-Ergebnisse
und schlechten Leistungen gar nicht zu wundern“, stimmt der Krampus empört zu.
Er und die Freunde des
Wohlstands haben daher die Passanten in der Linzer Innenstadt auch dazu
aufgefordert, wertlose Weihnachtsgeschenke umgehend zu entsorgen. Für die Opfer
von Billiggeschenken wurde überdies eine Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen.
|